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Bericht Trusesti März - April 2018


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Ende März 2018 - langsam verschwindet der Schnee und die Tage werden etwas wärmer. Allerdings sind die Nächte noch immer ziemlich kalt und es regnet nun häufiger. Die Wege sind matschig und man sieht kaum einen Straßenhund, der nicht nass ist.

Anca war, wie jeden Morgen, auf dem Weg zu den Futterstellen in Trusesti. Aber an diesem Morgen war etwas anders.

Anca hatte nicht nur Futter und Leckerchen im Gepäck, sondern auch Wurmtabletten und Spot-on gegen Flöhe und Zecken. Diese Präparate wurde ihr von dem Verein „Pfotenhilfe ohne Grenzen e.V.“ zur Verfügung gestellt und Anca kann somit viele Straßenhunde in der nächsten Zeit damit behandeln.

Wie immer war der erste Halt an dem bekannten Parkplatz, etwas vor der Stadtgrenze von Trusesti, wo leider immer wieder Hunde ausgesetzt werden. Es warteten schon 3 bekannte Fellgesichter und zusätzlich gesellte sich noch eine neue Hundeseele dazu. Eine ältere und sehr dünne Dackel Dame. Sie war so dünn und hatte einen so verzweifelten Blick. Mit Sicherheit hätte sie nicht lange auf der Straße überlebt. Anca konnte gar nicht anders und nahm die Dackel Dame mit.

Wir nannten sie später Emma.
(Emma hatte sehr schnell eine Pflegefamilie in Deutschland gefunden und konnte auch schon Rumänien verlassen)

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An dem selben Parkplatz fang Anca Tage später auch Gica. Wahrscheinlich wurde auch er hier ausgesetzt und sich selbst überlassen. Gica ist ein sehr freundlicher und menschenbezogender, junger Rüde. Schätzungsweise ca. 1 Jahr alt.

Jeden Morgen wartet nun Gica an diesem Parkplatz auf Anca, auf seine tägliche Portion Futter und natürlich auf ihre Streicheleinheiten. Anca sorgte dafür, dass Gica geimpft wurde und er wird auch bald kastriert.

Auch für Gica suchen wir eine Familie, die ihn nie im Stich lassen wird und immer für ihn sorgt. Sogar die örtliche Presse berichtet über diese "Freundschaft".

Örtliche Presse Bericht TeleBuzz
(Mit einem Klick auf dem Link gelangen Sie auf die Presseseite von TeleBuzz)

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Weiter ging es zur nächsten Futterstelle, die bei einer Tankstelle liegt. Dort lebt u.a. eine kleine Hündin mit ihrem vierköpfigen Nachwuchs. Sobald die „Kleinen“ nicht mehr auf ihre Mutter angewiesen sind, wird Anca die Mutterhündin kastrieren lassen.

Dann folgen noch mehrere Stopps in den Seitenstraßen von Trusesti. Und jedes Mal wird Anca schon von den Fellnasen sehnsüchtig erwartet. So weit es die Straßenhunde zu lassen, werden alle nach und nach mit Wurmtabletten und Spot-on behandelt.

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Am Ende des Videos ist ein ca. kniehohe Wuschel-Mix Rüde kurz zu sehen. Das ist Bobby.

Bobby ist, wohlmöglich ein Tibet-Terrier Mix, ca. 3 Jahre alt, geimpft und kastriert. Er ist im ersten Moment etwas schüchtern in der Kontaktaufnahme zu fremden Personen, aber schnell fasst Bobby Vertrauen und ist dann zusehens sehr verschmust. Mit seinen Artgenossen kommt Bobby sehr gut zurecht und versucht jedem Streit oder Zickereien aus dem Weg zu gehen.

Bobby kommt auch jeden Tag zu den Futterstellen und erhofft sich ein paar Streicheleinheiten und ein wenig Zuwendung.

Auch für ihn suchen wir eine Familie, die den kleinen Kerl umsorgt möchte
und in guten sowie in schlechten Zeit für ihn da ist.

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Es gibt eine Futterstelle nahe an einem Abfallplatz. An diesem Platz versteckte sich ein schüchterner Junghund und wartet dort auf seine tägliche Ration Trockenfutter. Wie sich später herausstellte, hatte er eine Verletzung an seinem Ohr. Aber leider war er zu ängstlich, um ihn direkt behandeln zu können. Anca wird in den nächsten Tagen versuchen sein Vertrauen zu gewinnen, um ihn tierärztlich versorgen zu lassen.

An den nächsten Tagen gelang es Anca das Ohr des Welpen zu behandeln
und kontrollierte es täglich, bis die Wunde abgeheilt ist.

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Nächster Halt ist Ancas Arbeitsplatz und gegenüber das Kinderheim. Auch dort warten schon die Fellnasen und auch die Kinder auf sie. Gerne sind die Jugendlichen bereit zu helfen und gehen Anca zu Hand, halten die Hunde fest oder berichten ihr von Vorkommnissen, ob einer der Hunde irgendwelche Verletzungen hat.

Auch Smiley und Gipsy eilten herbei.

Leider ist Smiley seit mehreren Tagen nicht mehr gesehen worden. Auch morgens zu den Futterstellen ist sie nicht gekommen. Wir hoffen natürlich, dass Smiley nichts Schlimmes zugestoßen ist und sie irgendwann bei den Futterstellen wieder auftaucht.

Die freundliche weiße Sheep hat eine Familie gefunden und konnte bereits zu ihr ziehen.

Smiley
Gipsy

Für Gipsy suchen wir eine liebe Familie, die sie gerne adoptieren möchte.
Hier kommen Sie zu Gipsys Kontaktseite mit ihrer Geschichte, Fotos und Videos.

Und es kam noch eine neue Hündin herbeigelaufen – Paula – Sie ist ca. 1 Jahr alt und lebt seit einigen Monaten Nahe des Kinderheimes. Paula ist sehr freundlich zu Jedem, liebt Kinder, lässt sich gerne und lange streicheln und ist verträglich mit ihren Artgenossen. Sie ist kastriert und auch schon geimpft, und sie hat wunderschöne Augen. Paula ist kastriert und geimpft.

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In regelmäßigen Abständen besucht Anca auch immer Ions Straßenhunde. An diesem Tag behandelte sie auch "seine" Straßenhunde mit Wurmtabletten und Spot-on Präparaten.

Natürlich ließ Anca auch 1 - 2 Säcke Trockenfutter bei Ion.

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Anfang April begleiteten Yvonne, Nicole und Anke vom Verein „Tierschutz Euskirchen e.V.“ (im Rahmen eines Besuches bei Ador), Anca auf ihrer täglichen Fütterungstour. Hier trafen die 3 Frauen auch die Kinderheim-Leiterin, natürlich auch die Kinder und die dort lebenden Straßenhunde. Alle 3 Frauen waren begeistert zu sehen, welch große Zuneigung die Kinder den Straßentieren entgegenbringen. Außerdem lobten die Drei das Trusesti-Kastrationsprojekt und in welchem guten Ernährungs- und Allgemeinzustand die dort lebenden Straßenhunde sind.

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Auf der Rückfahrt hielte Anca natürlich auch an dem bekannten Parkplatz etwas außerhalb von Trusesti. Als sie dort die Straßenhunde fütterte, kamen 2 neue Gäste hinzu. Eine kleine Hündin mit wahrscheinlich ihrem Sohn. Beide Hunde saßen voll mit Zecken und es schien, als wären die Beiden schon längere Zeit auf sich allein gestellt.


Yvonne, Nicole und Anke gaben ihnen die Namen Flora und Radu und sponserten dessen Impfungen und Kastrationen.

(Radu hatte schnell seine eigene Familie gefunden und konnte Rumänien verlassen. Aber leider war Flora zu schwach und verlor ihren Überlebenskampf)

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Aber auch nach Ancas Fütterungs-Tour durch Trusesti, Gesprächen mit Bewohnern oder auch leider Auseinandersetzungen, ist noch keine Zeit, um auszuruhen, nein im Gegenteil. Auch in Botosani warten in der näheren Umgebung von Anacs Wohnung jeden Tag hungrige Katzen auf sie.

Oder ein anderes Beispiel ist Fetita. Fetita ist eine ca. 7 Jahre alte, mittelgroße Hündin mit einen riesigem Tumor an ihrem Bauch. Sie lebt an Ancas ehemaligen Schule in Botosani, wird dort von den Lehrern versorgt. Aber wie sie Fetita mit diesem Tumor helfen könnten, wussten sie nicht. Daher rief eine Dame Anca an und bittete um Hilfe.

Anca sprach mit den Lehrern, dem Schuldirektor und alle waren bereit, Fetita zu helfen. Es wurde ein OP-Termin angesetzt und viele gaben einen Teil dazu, sodass die Kosten für Fetitas OP, die nachträgliche Behandlung und Spezialfutter bezahlt werden konnte. Außerdem wurde ein Raum in der Schule für Fetita bereitgestellt, in dem sich die Hundedame, nach der gutverlaufender OP, erholen und wieder zu Kräften kommen kann.

Täglich schaut Anca nach ihrem eigenen Arbeitstag und der Fütterungsrunde durch Trusesti nach Fetita. Behandelt sie und kontrolliert die Narbe. Die Nachbehandlung wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, aber wir hoffen, dass Fetita noch ein langes und gesundes Leben haben wird und sich wieder frei auf dem Schulgelände bewegen kann.


* Sie können alle Fotos mit einem Klick vergrößern

Asociatia Ador